Friedensbildung- und Friedenspädagogik

Ab 1. September 2016 ist die neu geschaffene Friedenspädagogigstelle im Pädagogisch Theologischen Zentrum  (ptz) mit Johannes Neudeck besetzt. Näheres zu seiner Person und seinem Aufgabenfeld finden sie hier.

Das Pfarramt für Friedensarbeit vernetzt sich mit anderen Akteuren in und außerhalb der Landeskirche, um die Friedensbildung  in den Schulen Baden-Württembergs zu stärken. Die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung zur Stärkung der Friedensbildung an Baden-Württembergischen Schulen haben sich zu einem Netzwerk Friedensbildung Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Auch nach der Anhörungsphase in Bezug auf die neuen Bildungspläne wird um die richtige Begrifflichkeit in den Leitzielen gerungen. Der in den Entwürfen enthaltene Begriff FRIEDENSSICHERUNG ist aus pazifistischer Sicht problematisch, weil er vor allem in militärischen Bereichen verwendet wird. Es gelang den Begriff FRIEDENSSTRATEGIEN zu plazieren. Entscheident wird in Zukunft sein, dass im Rahmen des Beutelsbacher Konsenses keine einseitige Indoktrination und Einflussnahme stattfinden soll. Der Erlass aus dem vorigen Jahrhundert, in dem pazifistischen Gruppen untersagt worden war trotz Einladung von LehrerInnen an den Schulen informieren zu können, ist erst kurz nach der Jahrtausendwende aufgehoben worden. Vielen LehrerInnen und SchülerInnen sind konstruktive, gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung und Mediation  wenig bekannt. Erst seit Mitte der 90er Jahren werden zum Beispiel Friedensfachkräfte ausgebildet. Dass gewaltfreie Methoden häufig schon wesentlich zur Befriedung internationalen Konflikten beigetragen haben, gilt es bekannter zu machen.