Friedensbildung und Friedenspädagogik

Seit 1. September 2016 ist die neu geschaffene Friedenspädagogikstelle im Pädagogisch Theologischen Zentrum  (ptz) mit Johannes Neudeck besetzt. Er hat einen Dienstauftrag mit 50 %. Seit 1. September 2018 ist Hannah Geiger mit ebenfalls 50 % angestellt.

Es gibt inzwischen eine Handreichung Friedensbildung, die online gestellt ist und permanent weiterentwickelt wird. Es sind Unterrichtsmaterialien und Hilfen für die Arbeit an der Basis. Sie soll im Jahr 2019 auch in Druckform erscheinen.

Das Pfarramt ist im Beirat der Servicestelle Friedensbildung bei der Landeszentrale für Poltische Bildung in Bad Urach. Das Pfarramt für Friedensarbeit vernetzt sich auch mit anderen Akteuren in und außerhalb der Landeskirche und versucht den Gedanken, Stärkung der Friedensbildung auch auf europäischer Ebene voran zu bringen.

Entscheidend wird in Zukunft sein, dass im Rahmen des Beutelsbacher Konsenses keine einseitige Indoktrination und Einflussnahme in Sachen Frieden stattfinden soll. Der Erlass in Baden-Württemberg aus dem vorigen Jahrhundert, in dem pazifistischen Gruppen untersagt worden war, trotz Einladung von Lehrer/innen an den Schulen informieren zu können, ist erst kurz nach der Jahrtausendwende aufgehoben worden. Vielen Lehrer/innen und Schüler/innen sind konstruktive, gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung und Mediation  wenig bekannt. Erst seit Mitte der 90er Jahren werden zum Beispiel Friedensfachkräfte ausgebildet. Dass gewaltfreie Methoden häufig schon wesentlich zur Befriedung internationalen Konflikten beigetragen haben, gilt es bekannter zu machen. Eine einseitige Information durch Jugendoffiziere der Bundeswehr soll im Rahmen der Beutelsbacher Konsenses vermieden werden.